Der experimentelle Kurzfilm entwirft eine zunehmend beunruhigende Wirklichkeit, in der sich Ge räusche von ihren Ursachen lösen und das Vertrau en in Wahrnehmung, Realität und Nähe langsam zerfällt.

Ein junges Paar reist mit dem Wohnmobil durch die Natur, entschlossen, die gemeinsame Zeit unbeschwert zu genießen. Die Ruhe wird unterbrochen, als ein unerklärliches Geräusch die Vermutung aufkommen lässt, etwas überfahren zu haben. Obwohl sie der Sache nachgehen, bleibt die Ursache unauffindbar. Auf einer abgelegenen Lichtung verdichtet sich das Unbehagen: Immer häufiger erzeugen alltägliche Objekte beim Berühren oder Bewegen fremdartige, nicht zuzuordnende Klänge. Was zunächst irritierend wirkt, entwi ckelt sich zu einem allgegenwärtigen Zweifel an der eigenen Wahrnehmung. Realität und akustische Erfahrung driften zunehmend auseinander und führen zu einem beängstigenden Zerfall des Vertrauten. Dieser Realitätsverlust spiegelt den Zustand der Beziehung wider. Die anfängliche Nähe und Selbstverständlich keit werden zunehmend von Unsicherheit und Distanz verdrängt – gegenüber der Umwelt ebenso wie gegen über einander. Der Versuch, dem Zerfall zu entkommen, wird zu einer Flucht vor einer Realität, die nicht mehr verlässlich erscheint.

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